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Pheromone

Pheromone sind für den Bien, das Bienenvolk, das, was für einen Organismus die Hormone sind. Über Pheromone, Duftstoffe, koordiniert ein Bienenvolk seine Aktivitäten. Ähnlich wie bei den Hormonen gibt es bei den Pheromonen eine kleine zeitliche Verzögerung zwischen Ausschüttung und sichtbarer Wirkung. Pheromone müssen sich verteilen oder verteilt werden und alle Bienen erreichen, bevor man die ausgelöste Aktivität (Verhalten) im Volk beobachten kann.

Pheromone sind daher für die Kommunikation und Steuerung langfristig angelegter Prozesse und Aktivitäten zuständig. Der kurzfristige Informationsaustausch, wie die Entdeckung einer neuen Trachtquelle, erfolgt durch spezielle Verhaltensweisen wie den Schwänzeltanz.

Produzenten der Pheromone

Alle Bienen, ob Arbeiterin, Königin oder Drohn, produzieren Pheromone mit unterschiedlicher Funktion. Pheromone werden vor allem durch Kontakt unter den Bienen eines Volkes ausgetauscht und verteilt.

Die Königin verströmt ihren eigenen, speziellen Geruch (Tergittaschendrüse). Zusätzlich produziert sie ein Pheromon-Gemisch in den Mandibeldrüsen: die Königinnensubstanz. Dieses ölige Gemisch ist wichtig für den Zusammenhalt des Volkes. Es ist Teil des Stockgeruchs. In einem (zu) großen Volk verdünnt sich das Pheromon zu stark. Eine niedrige Konzentration an Königinnensubstanz im Volk führt zur Anlage von Weiselzellen durch die Arbeiterinnen. Es wird ein Schwärmen oder eine stille Umweiselung vorbereitet.

Alarmpheromone

HonigBienen geben Alarmpheromone ab, wenn sie angegriffen werden, und alarmieren dadurch ihr Volk. Ein Alarmpheromon wird freigesetzt, wenn eine Biene zusticht. Ein Angreifer oder ein vermeintlicher Angreifer wird nicht nur gestochen, sondern auch durch die Pheromone als Angreifer markiert. Alarmpheromone steigern die Angriffslust der Bienen. Einmal gestochen, sollten Sie sich an diesem Tag den Bienen nicht mehr nähern und ihre Kleidung vor Ihrem nächsten Besuch am Bienenstand waschen.

Duftmarken

Die Orientierung am Flugloch wird durch Duftmarken unterstützt, die jede Biene beim Betreten und Verlassen des Stockes hinterlässt. Abgegeben wird der Duftstoff durch Drüsen an den Füßen der Biene (Tarsaldrüse oder Arnhardt-Drüse). Spurbienen markieren Trachtquellen (Blüten) ebenfalls mit dem Sekret aus der Sterzeldrüse. Blütenduft plus Pheromon ergeben eine Duftfahne, die die anfliegenden Sammlerinnen leitet.

Begriffe kurz und knapp

Joachim Eberhardt

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